David II.

(gäl: Daibhidh a Briuis)

David II.

Zwei Jahre nach dem Tod von Robert the Bruce, wurde dessen fünf jähriger Sohn David im November 1331 in Scone zu König gekrönt und bis zu dessen Volljährigkeit leitete Sir Thomas Randolph die Regierungsgeschäfte. Bereits 1328 wurde er, wie im 'Edinburgh-Northampton-Abkommen' vereinbart, im Alter von vier Jahren mit der damals sechs jährigen Tochter von Eduard II. Johanna vermählt.

Der mühsam erreichte Frieden mit England hielt nicht lange.
Zwei Jahre nach Davids Krönung stellten Edward Balliol -Sohn des vertriebenen legitimen Königs John Balliol- und Henry Beaumont -Mitglied der Comyn Familie- mit Billigung und (geheimer) Unterstützung Eduards III. ein kleines Heer auf und marschierten nach Schottland um Anspruch auf den Thron zu erheben. In den Wirren nach dem Tod Thomas Randolphs, sahen sie die Gelegenheit zuzuschlagen.
Unter dem neuen Regenten Donald, Earl of Mar und dessen Verbündeten Patrick of Dunbar, unterlag das schottische Heer den Angreifern und David II. wurde mit seiner Frau Johanna an den Hof des franz. Königs Phillip VI. in Sicherheit gebracht.
Die Unterstützung Edward Balliols durch Volk und Adel, der sich September 1332 in Scone zum neuen König krönen lies, hielt sich in Grenzen, so daß er immer wieder herausgefordert wurde. Bei Annan wurde er schließlich besiegt, floh halb bekleidet nach England und wurde als König abgesetzt. Eduard III. ergriff nun offen Partei für Balliol und unterstützte ihn 1333 siegreich in der 'Schlacht bei Halidon Hill', worauf Balliol wieder als König eingesetzt wurde und nach Schottland zurückkehrte. Doch auch danach war die Unterstützung Balliol gering.
Balliol zog sich nach England zurück und beteiligte sich kaum noch an den in seinem Namen geführten Krieg.

Nach der Rückkehr Davids 1336 wurde Balliol endgültig als König Abgesetzt.
David sah darin seine Chance, setzte sich an die Spitze eines neuen Heeres und fiel gemäß der 'Auld Alliance' im Oktober 1346 in England ein. Der Versuch scheiterte und David wurde gefangen genommen. Balliol kehrte nach Schottland zurück und zettelte einen Aufstand an. Da er seinen Einfluss nicht dauerhaft halten konnte, verzichtete er Januar 1356 endgültig auf den Thron und erhielt im Gegenzug von Eduard eine Rente.
Nach jahrelangen zähen Verhandlungen wurde David 1357 freigelassen, als eine Vereinbarung über ein Lösegeld getroffen wurde. Schottland war jedoch nicht in der Lage den vollen Betrag zu zahlen, so daß David dem englischen König vorschlug, er selbst oder einer seiner Söhne würde Erbe des schottischen Throns sein. 1364 widerrief das schottische Parlament diesen Antrag, konnte aber weiterhin keine Einigung finden.


Edward Balliol starb 1367 unverheiratet und Kinderlos. Sein Grab liegt vermutlich unter dem Postamt von Doncaster.

David II. starb am 22. Februar 1371 ohne legitimen Sohn.
Er wird wegen der Vergleiche mit seinem Vater Robert the Bruce, denen er unmöglich gerecht werden konnte, als unfähiger König angesehen.